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Ein ganz normaler Tag im Tierheim Esslingen

Wenn man schwanzwedelnd ungeduldig erwartet wird

Ein Streifzug durch die tägliche Routine im Tierheim: Es ist 7:45 Uhr und die Mitarbeiter*innen besprechen die Abläufe des heutigen Tages, Aufgaben werden verteilt, Abstimmungen werden getroffen und dann kann es auch schon losgehen.

Während der Tierheimleiter Horst Theilinger und die stellvertretende Leiterin Manuela Schlattner im Büro wichtige Telefonate und Anfragen annehmen, geht es für einen Teil der Tierpfleger*innen ins Hundehaus. Glücklich schwanzwedelnd werden sie von den ungeduldigen Hunden erwartet. Das große Highlight für die Vierbeiner steht an: Der Morgenspaziergang. Schnell werden die Hunde angeleint und los geht es. Während sich die Fellnasen bei einem Spaziergang oder auf der Wiese im Tierheim austoben, werden die Zwinger gesäubert und die Wäsche gewaschen: Keine leichte Arbeit!

Parallel dazu warten die Katzen ebenfalls ungeduldig auf ihr Frühstück. Die Mitarbeiter*innen öffnen die Fenster, die frische Morgenluft strömt herein und vermischt sich mit dem Geruch von Nassfutter.  Die Näpfe sind schnell leer und die Katzen widmen sich unverzüglich ihrer Fellpflege. Die Mitarbeiter*innen werfen noch kurz ein Blick ins Buch und tragen aktuelle Vorkommnisse ein: „Den Kitten in der Sammelbox geht es gut, ein Kater hat Würmer erbrochen, ein kleines Kätzchen ist erkältet…“ Alles wird dokumentiert. Nun müssen noch die Medikamente verteilt werden bevor es an die Säuberung der einzelnen Boxen geht: Katzenklos reinigen, frisches Streu einfüllen, Handtücher wechseln, Spielzeug aufräumen und überall durchwischen. Viel Arbeit bei zwölf Innengehegen und sieben Außengehegen.

Im Kleintierhaus die gleiche Situation: Käfige ausputzen, frisches Streu aufbringen und Futter wie Gemüse schnippeln und verteilen. Ganz schön viel zu tun im Tierheim. Im Büro klingelt ständig das Telefon mit den unterschiedlichsten Anliegen. Interessenten melden sich, die sich auf der Homepage des Tierheims einen Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen ausgesucht haben. Viele Fragen werden beantwortet und Termine für einen Besuch, bei dem man das favorisierte Tier näher kennenlernen kann, vereinbart. Plötzlich steht ein Tierfreund mit einem großen Sack Trockenfutter als Spende vor der Tür. Traurig wird es, wenn Halter*innen ihre vierbeinigen Hausgenossen abgeben, aus welchen Gründen auch immer. 

Nach der Mittagspause um 15 Uhr wird es wieder Zeit zum Putzen, Wäsche waschen und Füttern der rund 250 Schützlinge. Bei diesem enormen Arbeitsaufwand für die Tierpfleger*innen kommt die Zuwendung und Beschäftigung der vierbeinigen Bewohner oftmals zu kurz. Da springen viele ehrenamtliche Helfer*innen ein und gehen Gassi, kuscheln und spielen mit den Fellnasen und Samtpfoten. 

Gegen 18 Uhr neigt sich dann ein ganz normaler Tierheimtag ohne besondere Vorkommnisse dem Ende zu und die Hunde verabschieden die Mitarbeiter mit lauthalsen Gebell in den wohlverdienten Feierabend.