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Whitney

Eine Chance auf ein tolles Leben und viel Liebe

Whitney ist eine ausgesprochen liebe und gehorsame Hündin. Vom ersten Tag an, als ich sie aus dem Tierheim abgeholt habe, war sie geduldig, hat sich einfach so ins Auto gesetzt und nach fünf Minuten schon ihr Köpfchen auf meinen Schoß gelegt. Als ob sie gewusst hätte, dass sie in ein neues Zuhause kommen würde. In der Nacht angekommen hat Whitney ganz offenherzig und wissbegierig ihr neues Heim ab geschnüffelt. Da ich von meiner verstorbenen Hündin Cora keine Matratze mehr von ihrem Bettchen aufgehoben hatte, nur noch die Bezüge, machte ich mich sofort daran, ein neues zu zaubern. Ich hatte von meinem alten Bett eine Matratze mit Federkern und schnitt diese zurecht. Whitney schaute mir die ganze Zeit zu und als es fertig war probierte sie es aus, stand immer wieder auf und legte sich zunächst auf den kalten Fußboden. Irgendwann vor lauter Müdigkeit lag sie natürlich auch drin, aber es sah total lustig aus, denn ihr Kopf hing immer draußen auf dem Fußboden.

Nach rund vier Tagen verstand sie, warum es besser ist im Bett zu liegen. Oft liegt sie auch bei mir zwischen Sofa und Couchtisch, doch nur wenn ich auch dort bin. In der Nacht um zwei/drei Uhr hat sie mich täglich in meinem Bett angestuppst und gebettelt, um bei mir schlafen zu können. Da es für mich schwer ist, Whitney jedes Mal reinzuheben, baute ich ihr eine Art Treppe, die sie aber einfach nicht überwinden wollte. Nun habe ich ihr noch ein zweites, eigenes Bettchen fürs Schlafzimmer gebaut und sie kann nun selbst entscheiden, wo sie schlafen will.

Ich hatte eine sehr schwere Zeit gehabt. Meine Schäferhündin Cora verlor ich uner­wartet in der Nacht in meinen Armen, es war der Kampf ums Überleben und es war das Schlimmste was ich je in meinem Leben erfahren musste. Sie fehlt mir auch heute noch sehr! Genau an diesem Tag wurde Whitney im Tierheim abgeben. Und genau darum musste ich sie auch kennenlernen. Ich bereue keine Minute. Immer wieder rutschte mir der Name Cora raus, denn Whitney sieht meiner verstorbenen Hündin sehr ähnlich und auch charakterlich gibt es kaum einen Unterschied. Und die kleine süße Hummel hörte sofort darauf. Die ersten Tage Gassi gehen waren sehr fordernd und anstrengend. Sie hat gezogen und will zu jedem Mensch und Hund. Wie reagiert man richtig? Ich habe ein paar Gassi- Freunde und es war absolut problemlos, Whitney in das Rudel zu integrieren. Ich habe mich so sehr gefreut, zu sehen wie sie aufblüht und Kontakt sucht. Einfach nur niedlich, wie sie Küsschen verteilt und spielen will.

Was mir aufgefallen ist, dass sie im Dunklen nicht so gut erkennen kann, was auf uns zu kommt und sie will dann auch gerne mal Leute anspringen. Da lenke ich ein und weiß, dass sie Abstand braucht. Aber ansonsten gibt es nichts zu schimpfen. Da Whitney so einige Krankheiten hat, die Cora auch hatte, weiß ich damit umzugehen. Gerade mit der Bauchspeichel­drüsen­insuffi­zienz ist es nicht so einfach. Trotz Verdauungsenzyme und Pferdefleisch bekam sie einen weichen Stuhl. Ich habe so einiges ausprobieren müssen und jetzt haben wir hoffentlich das richtige gefunden: Sie bekommt das Pferdefleisch pur und Kohlen­hydrate, Gemüse, Lachspulver und wichtige Fettsäuren mische ich ihr selbst hinzu. Mittlerweile braucht sie pro Mahlzeit nur noch einen halben Löffel Verdauungsenzyme. Wir verzichten auch auf Schmerzmittel, die sie bisher wegen einer Hüftdysplasie sowie Arthrose genommen hatte. Wenn es nötig ist, setze ich auf gutes CBD-Öl, das mag sie gerne. Mit ihrer Ohrenentzündung hatten wir die erste Zeit noch lange zu kämpfen gehabt. Whitney war wirklich sehr geduldig und hat alles immer über sich ergehen lassen. An dem Lecken vom Pfötchen arbeiten wir noch. Wahrscheinlich ist es psychisch, denn auch ein Tier kann nie wirklich vergessen. Aber sie merkt, dass sie sich immer auf mich verlassen kann.

Whitney (nun Cora) ist herzlich, lieb und freundlich, verspielt und sehr wissbegierig. Ich würde sie niemals wieder hergeben, es ist als wäre sie mein Kind. Ich tue alles, um sie glücklich zu machen. Das hat sie sich verdient wie jedes Lebe­wesen eine Chance verdient, zu leben und zu lieben! Doreen Lottes